Henning Venske: „Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen“

Donnerstag, 15. März 2012 - 20:00 Uhr

Henning Venske

Venske ist ein Kabarettist der alten Schule. Er liest den Mächtigen und vermeintlich Einflussreichen die Leviten. Bei seiner Abrechnung ist er ein Meister des Minimalismus. Kein Augenrollen, kein bedeutungsvoll unausgesprochenes „Was-sagt-Ihr-dazu?“ und schon gar kein „Ihr-seid-doch-auch-meiner-Meinung“. Venske ist sich seiner Sache und der Kunstgriffe, die es dafür braucht, sicher. Im Grunde reiht er nur Wahrheiten und belegte Zitate aneinander. Unaufgeregt, ohne Blendwerk, aber immer noch spürbar zornig über den Irrsinn, der uns umzingelt. Venske ist authentisch. Er ist einer, der sagt, was er denkt, der Sinn für Gerechtigkeit hat und mehr noch für Pointen. Und wenn der Kommentar mal böse ausfällt, dann nur, weil er das Herz am so genannten rechten Fleck hat. Für die sporadischen Ambitionen, Mensch zu werden, ist es wichtig, dass es einen Venske gibt. Politisch gesehen, mag das zwar verlorene Liebesmüh sein, aber es ist immerhin eine Weise, das Ganze auszuhalten ohne sich zu verraten. Vielleicht ist es auch ein wenig wahres Leben im falschen. Es ist gut, dass es Venske gibt. Einer muss schließlich da sein und aufräumen.

Eintritt: 15 EUR

Karten sind im Kaufhaus, Holstenstraße 8 oder in der Buchhandlung Clemént, Kuhberg 9, erhältlich.

Video: Henning Venske und Jochen Busse